Altersvorsorge mit Immobilien

Gestiegene Immobilienpreise, höhere Mieten und die langanhaltende Niedrigzinsphase haben die Sichtweise auf die Altersvorsorge mit Immobilien verändert. Berichte über drohende Altersarmut, die andauernde Rentendiskussion und fehlende Alternativen bei der Geldanlage haben die eigene, spätestens bei Renteneintritt bezahlte Wohnung oder das eigene Haus noch stärker als früher in den Fokus gerückt. Auch die gesetzlich verankerte, allerdings kaum spürbare Mietpreisbremse bietet wenig Sicherheit für Mieter. Eigentum schützt wirksam. Natürlich sollte eine Immobilie niemals der einzige Vermögenswert für die Altersvorsorge sein. Ideal wäre eine Mischung aus verschiedenen Anlageklassen mit unterschiedlicher Rentabilität, Sicherheit und Liquidität.

Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie soll mit der vorgeschriebenen sorgfältigen und umfangreichen Kreditwürdigkeitsprüfung dafür sorgen, dass die Belastung dauerhaft verkraftbar ist und das Wohneigentum spätestens mit Renteneintritt bezahlt ist, oder die dann noch vorhandene Restschuld auch aus den (niedrigeren) Alterseinkünften bezahlbar sein muss. Dazu ist eine Lebensphasenbetrachtung erforderlich.

Statistisch profitieren Immobilieneigentümer im Vergleich zu Mietern derselben Einkommensklasse bezüglich der Wohnkosten spätestens ab Anfang 50. Noch deutlicher werden die Unterschiede, wenn man anstelle der reinen Wohnkosten die gesamte Einkommensbelastung durch das Wohnen betrachtet. Die aktuell günstigen Zinsen, die ja durchaus sehr langfristig festgeschrieben werden können und die dadurch möglichen höheren Tilgungsanteile, haben diesen Trend noch weiter begünstigt. Der Immobilieneigentümer muss natürlich auch im Alter in der Lage sein, aus anderen Vermögenswerten Reparaturen und Modernisierungen durchführen zu können.

Darüber hinaus werden vererbbare Vermögenswerte geschaffen und die Immobilie kann ggf. verrentet werden, wenn eine andere Wohnform sinnvoll oder notwendig wird.

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