Erschwinglichkeitsindex

Der Erschwinglichkeitsindex ist die Maßzahl für die Ausgabenbelastung eines Haushalts im Falle des Immobilienerwerbs. Dieser setzt die durchschnittliche Baufinanzierungsbelastung für eine neue Eigentumswohnung oder das neue Einfamilienhaus in Relation zum verfügbaren Einkommen eines durchschnittlichen Haushalts in Deutschland. Dabei wird ein Objekt mit mittlerem Wohnwert und einer Fremdfinanzierung von 75% der Gesamtkosten angenommen. Je niedriger der Wert, desto erschwinglicher ist das Wohneigentum.

Im Jahre 1998 hatte der bundesdeutsche Musterhaushalt für Zins- und Tilgungsleistungen 25% seines verfügbaren Einkommens aufzuwenden, dies entsprach einem Erschwinglichkeitswert von 100%. Seitdem ist Wohneigentum kontinuierlich erschwinglicher geworden, der Index hat im Jahre 2012 die 40%-Grenze unterschritten und liegt aktuell (2017) bei 34% . Diese Entwicklung ist durch das schon längere Zeit niedrige Zinsniveau (aufgrund der Maßnahmen der EZB) und höhere verfügbare Einkommen begünstigt, sodass selbst die ansteigenden Bau- und Immobilienpreise diesem Trend nicht entgegenwirken.

Regional bestehen allerdings lage- und objektspezifische gravierende Unterschiede bei den Immobilienpreisen. Darauf hat ImmobilienScout24 in dem modifizierten Erschwinglichkeitsindex (EIMX) hingewiesen. Dort wird das regionale Verhältnis von Kaufkraft und Wohnungsmiete analysiert.

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